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Das neue Misereor-Hungertuch haben die beiden Wortgottesdienstleiterinnen Hiltrud Altenhöfer und Theresa Biedermann am Aschermittwoch 2021 der Kirchengemeinde St. Wolfgang in Hausen vorgestellt.

Das Bild wurde von Lilian Moreno Sánchez gestaltet und hat das Thema „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Es ist während der Corona-Pandemie im Atelier der Künstlerin in Augsburg entstanden und weist auf Verletzlichkeit, innere Kraft, Wandelbarkeit und Solidarität hin.

Im Wortgottesdienst ging es auch um die Zahl „40“ in der Bibel. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit auf Ostern. Die Sonntage werden bei den „40 Tagen“ nicht mitgezählt. Sie können somit als „Oasen“ in der „Wüste“ betrachtet werden.

Für das Christentum ist die Zahl 40 kein Zufall. In der Bibel gibt es eine Reihe von Beispielen. Mose weilte 40 Tage auf dem Berg Sinai, um das Gesetz zu empfangen. Elija ging 40 Tage und 40 Nächte zum Berg Horeb. 40 Tage und Nächte dauerte sie Sintflut. 40 Jahre irrten die Israeliten durch die Wüste, bis sie in das Gelobte Land kamen.

Jesus fastete 40 Tage vor Beginn seines Werkes in der Wüste. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus 40 Tage den Jüngern – bis zu seiner Himmelfahrt. Die 40 steht somit für eine Zeit, in der sich das Leben durch die Begegnung mit Gott verändert. Sie ist ein „Code“ für das Erreichen von Reife.

Das Aschenkreuz zeichneten sich in diesem Jahr die Gottesdienstbesucher selbst auf die Stirn. Entweder als Paare und Familien oder einzeln. Dafür teilten die Wortgottesdienstleiterinnen in Hausen kleine Schälchen mit Asche aus. Somit wurden die Corona-Abstandsregeln gewahrt.

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