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Die Messfeier am 31. Januar 2021 in der Wallfahrtskirche Fährbrück gestaltete Prior Augustinerpater Jakob Olschewski in besonderer Weise. Er schlug dabei den Bogen von der Geburt Christi an Weihnachten bis zur „Darstellung des Herrn“, dem Fest „Maria Lichtmess“ am 2. Februar.

Den Evangeliumstext über die Darstellung des Herrn, gliederte Pater Jakob in vier Teile. Jedes Teilstück wurde mit einem Impuls, einem Gebet aus dem Gotteslob oder von Pater Jakob gesungenem Lied, einem Flötensolo als Zeit zum Verinnerlichen des Impulses und einer passenden Fürbitte gestaltet.

40 Tage nach seiner Geburt wurde Jeus von seinen Eltern in den Tempel gebracht. Dort sollte er laut Gesetz Gott übergeben, also „dargestellt“ werden. Im Tempel begegnen Maria, Josef und Jesus dem greisen Simeon und der Witwe Hannah.

Für Simeon war das die Erfüllung einer Offenbarung. Es war ihm geweisagt worden, dass er nicht eher sterben sollte, bis er den Messias, den Retter aller Menschen, gesehen hat. Sein Loblied von damals wird noch heute als „Nachtgebet“ in der Kirche gebetet.

Die 84-jährige Witwe Hannah pries Jesus ebenso. Sie sprach mit ihren Worten zu allen, die auf die Erlösung Israels warteten.

Im 7. Jahrhundert kam es in der Kirche zum Fest der Darstellung des Herrn zu Lichterprozessionen. Mit den eigens dafür geweihten Kerzen begleiteten die Gläubigen Jesus symbolisch bei dessen Ankommen in die Welt. Kerzen werden in der Kirche immer noch zu Maria Lichtmess gesegnet.

Wegen der zeitlichen Nähe zum Gedenktag des heiligen Bischofs Blasius am 3. Februar wird an Maria Lichtmess oft schon der Blasiussegen gegen Halskrankheiten und jeglichem Bösen gespendet. Dabei kommen ebenfalls Kerzen zum Einsatz.

Prior Pater Jakob spendete den persönlichen Blasiussegen in Fährbrück wegen der Pandemie-Auflagen hinter einer durchsichtigen Wand. Beim Gottesdienst am Mittwoch, 3. Februar 2021 um 19 Uhr besteht in Fährbrück ein weiteres Mal die Möglichkeit zum persönlichen Blasiussegen.

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