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Um die Menschenwürde ging es bei der diesjährigen Maiandacht der KAB-Mitglieder im Landkreis und in der Stadt Würzburg. Vorstandsmitglied Volker Hauck vom Kreisverband Würzburg-Land aus Rottendorf nannte den Besuch in Fährbrück eine gute Tradition, „um die Anliegen und Sorgen unserer KAB-Mitglieder unter den Schutz der Gottesmutter zu stellen“.

Maria als „Bild der Menschenwürde" stand im Mittelpunkt der Gedanken und Gebete in der Wallfahrtskirche. Die KAB-ler dachten auch an den kürzlich verstorbenen Bischof em. Paul-Werner Scheele, an Projekte des Weltnotwerks in der Würzburger Partnerdiözese Mbinga und an die Frauenbewegung 2.0, die für Erneuerung und Gleichstellung in der katholischen Kirche eintritt.

Um „die Weite des Glaubens" bat Pfarrer Josef Treutlein vom Würzburger Käppele, der mit seinen Predigtgedanken und ausgewählten Texten auf die Gottesmutter als selbstbewusste Frau hinwies. Sie habe um ihren „geringen Stand" in der Gesellschaft gewusst, aber habe „offensichtlich keine Minderwertigkeitskomplexe gehabt".

Maria sah sich als von Gott angesehen. Er gab ihr Ansehen. Er achtete und respektierte sie. Er gab ihr Würde. Pfarrer Treutlein begegne oft Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich weniger geachtet, stark, tüchtig, tapfer oder intelligent sehen als andere. Auch sie könnten die Liebe Gottes als Bestätigung erfahren. „Wenn wir geliebt werden und selbst lieben, sind wir freie Menschen und glücklich", meinte der Pfarrer.

Er lud die KAB-Mitglieder und Besucher der Maiandacht ein, auf Gott zu vertrauen. Ja, Gott würde eigene Pläne und eigenes Begreifen durchkreuzen, aber „er macht es immer gut". Wenn Menschen wertschätzend miteinander umgehen, könne jeder seine Talente entfalten und sich gegenseitig ergänzen.

Die Maiandacht wurde vom Augustinerpater Christoph Weberbauer mitgestaltet und von Ralf Dernbach an der Orgel musikalisch begleitet. Dernbach war auch der Leiter der Schola der Pfarrgemeinde Maidbronn, die mit schönen Marienliedern und vielstimmigem Gesang erfreute. Im Anschluss an die Maiandacht in der Wallfahrtskirche war Gelegenheit zum Beisammensein im benachbarten Hubertushof Fährbrück.

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