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2020 hatten die Hausener keine Weihnachtsmette. Sie durften nicht im Gottesdienst singen und es gab auch nicht den beliebten Umtrunk unter dem beleuchteten Christbaum mit Glühwein und Kinderpunsch am Heiligen Abend. Aber auf das „Stille Nacht“ und somit auf „das Weihnachtslied schlechthin“, darauf wollten die Dorfbewohner nicht verzichten.

Deshalb hat sich der Pfarrgemeinderat eine liebevolle Aktion ausgedacht. Am Heiligen Abend waren die Dorfbewohner eingeladen, zur gleichen Zeit an der Haustür, aus dem Fenster oder vom Balkon herunter „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu singen. „Wir freuen uns, wenn dieses Lied engelsgleich durch ganz Hausen schallt“, lud Renate Wendel vom Pfarrgemeinderat Hausen zum Mitmachen ein.

Gerne sollte das Lied instrumental begleitet werden – egal ob mit Flöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Klavier, Gitarre oder „Hörnern aller Coleur“. Als Zeichen für den Einsatz der Instrumente und Stimmen dienten die Kirchenglocken. Zehn Minuten vor 21 Uhr und damit kurz vor der Ausgangssperre läuteten sie in ihren schönsten Klängen. Danach wurde im Dorf gesungen und Musik gespielt.

Der Liedtext mit seinen drei Strophen stand auf den Infoblättern, die in jedem Briefkasten zu finden waren. Wie erhofft kam die Aktion bestens an. In nächtlicher Stunde hörten sich die Nachbarn singen. Oft klatschen sie am Ende und wünschten sich über die Straßen hinweg gesegnete Weihnachten.

„Not macht erfinderisch“, heißt es zutreffend. Dass viele Frauen, Männer und Familien bei der Weihnachtsaktion mitgemacht haben, freute die Organisatoren im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung in Hausen. Das Lied hat Weihnachtsfreude ins Dorf gebracht.

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