logo PG Fährbrück

„Froh und stolz“ waren Gemeindereferentin Gertrud Heinz und Pfarrer Helmut Rügamer bei der Gründungsversammlung der „Nachbarschaftshilfe der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück“ am 9. Oktober 2019.

Die Vorbereitungszeit war lang und intensiv. Nun aber sind „ein super ehrenamtliches Startteam“ gefunden und die rechtlichen Fragen in trockenen Tüchern.

Die organisatorischen Aufgaben im Vorfeld der offiziellen Gründung waren enorm, obwohl es in der benachbarten Pfarreiengemeinschaft „Volk Gottes an Pleichach und Main“ schon seit acht Jahren ein Vorbild gibt. Auch dort sind sowohl Gemeindereferentin Heinz als auch Pfarrer Rügamer als Leiter der beiden Pfarreiengemeinschaften zuständig. Dennoch war es ein Neuaufbau.

Zur Pfarreiengemeinschaft Fährbrück zählen die Kirchengemeinden in Erbshausen-Sulzwiesen, Gramschatz, Hausen, Hilpertshausen, Opferbaum, Rieden und Rupprechtshausen. Nicht in jedem dieser Dörfer konnten bisher Menschen gefunden werden, die sich verbindlich bei der Nachbarschaftshilfe engagieren. Deshalb ist eine ortsübergreifende Hilfe angedacht.

Dennoch, der Anfang ist gemacht und das Team bleibt jederzeit offen für neue Helferinnen und Helfer. „Eine Stunde Zeit pro Woche“, das ist das Richtmaß. Für die Ehrenamtlichen gilt: „Engagiere dich! Sei hilfsbereit!“. Auf der anderen Seite sind alle Einwohnerinnen und Einwohner in der PG Fährbrück aufgerufen: „Nimm Hilfe an! Sei nicht allein!“

Ein druckfrischer und moderner Flyer einschließlich QR-Code informiert über die Nachbarschaftshilfe. Wie ist sie organisiert? Welche Leistungen zur Unterstützung im Alltag können erbracht werden? Eine Begleitung oder Fahrt zum Arzt, gelegentliche Kinderbetreuung oder die Hilfe beim Großeinkauf werden gelistet. Oder der Besuch eines Kranken mit Erzählen oder Spazierengehen.

 

Die Hilfe ist unentgeltlich, lediglich für Fahrdienste mit dem Auto fällt eine Pauschale an. Dass es Fortbildungen gibt und die Helferinnen und Helfer bei ihren Hilfsdiensten versichert sind, ist wichtig. Und dass es „Gesichter im Ort braucht“ und man „konkrete Hilfsdienste benennt“. Es soll ein niederschwelliges Angebot sein.

Bürgermeister Bernd Schraud aus Hausen und die dritte Bürgermeisterin Angelika Königer aus Bergtheim gratulierten den Organisatoren. Sie freuten sich über das Projekt der Kirchengemeinden. Auch der evangelische Pfarrer Ivar Brückner lobte das „wirklich gute Angebot“ und ermutigte, „Hilfe anzumelden und anzunehmen“. Beim Geben und Nehmen könnten „tolle Erfahrungen entstehen“, ist er überzeugt.

Für Ansprechpartnerin Gertrud Heinz ist die Nachbarschaftshilfe gelebte Diakonie. Es stünde den Menschen gut zu sagen: „Ich bin bereit. Ich helfe gern.“. Ihr Wunsch ist es, dass das Projekt bekannter wird. Als Ansprechpartner stehen das Pfarrbüro in Fährbrück oder die Helferinnen und Helfer selbst zur Verfügung.

Neben den Flyern in allen Haushalten der PG, in den Kirchen und Gemeindeverwaltungen gibt es Buttons, Banner und Plakate. Sie können bei Pfarrfesten oder Veranstaltungen auf das neue Hilfsangebot aufmerksam machen.

­