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Um das Brauchtum und „kulturelle und kulinarische Zuckerle unserer Heimat“ geht es bei der Sendung „Hock dich hi“ von TV Mainfranken. Die aktuelle Folge zeigt das Binden von Kräuterbüscheln zum Fest „Maria Himmelfahrt“. Dazu kamen Felix See und Yasmin Hemmerich am 13. August 2021 auf den Hof von Familie Altenhöfer.

Seit über 30 Jahren gibt es in Hausen eine KAB-Ortsgruppe. Von Anfang an sammeln die Mitglieder zum „Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel“ am 15. August heimische Blumen und Kräuter und binden sie zu Sträußen. Am Maria-Himmelfahrtstag feiert nämlich die zur Gemeinde Hausen gehörende Wallfahrtskirche Fährbrück ihr Patrozinium. Die „Aufnahme Mariens in den Himmel“ stellte Oswald Onghers (1628-1706) auf dem Bild des Hochaltaras dar.

Am unteren Rand des Altarbilds hat der flämische Barockmaler Blumen und Kräuter platziert. Die Legende sagt, dass die Apostel bei der Graböffnung Mariens statt ihres Leichnams wohlduftende Lieblingskräuter der Gottesmutter vorfanden. Seit dem 9. Jahrhundert ist es in der katholischen Kirche deshalb Brauch, Kräuterbüschel zu binden und sie zum Fest Maria Himmelfahrt segnen zu lassen.

In diesem Jahr haben in Hausen elf Frauen, Jugendliche und Kinder bei der Würzbüschelaktion mitgemacht. Über 100 Sträuße haben sie gebunden und dafür aus ihren Gärten und in der Flur unter anderem Lavendel, Pfefferminze, Rosmarin, Goldrute, Rainfarn, Goldgarbe, Zitronenmelisse, Salbei, Basilikum, Wiesenknopf, Königskerzen und Getreideähren gesammelt. Zum Schmuck und für das Auge kamen verschiedene Gartenblumen dazu.

Für die Sendung „Hock dich hi“ lernte Felix See, wie die Hausener Frauen ihre Kräutersträuße binden. Hiltrud Altenhöfer von der KAB-Vorstandschaft erzählte dabei, warum es das Brauchtum gibt, was es mit der Wallfahrtskirche Fährbrück zu tun hat und wie die Hausener die Jahrhunderte alte Tradition umsetzen.

Wie immer erfüllte der Duft der Kräuter und Blumen am Patroziniumstag den Kirchenraum in Fährbrück. Die Würzbüschel konnten im Anschluss an den Gottesdienst mit heim genommen werden. Sie sollen Menschen und Tieren gut tun. Die Hausener KAB-ler geben die für die Würzbüschel erbetenen Spenden weiter an der KAB-Weltnotwerk Vuwawa in Mbinga, der Partnerdiözese des Bistums Würzburg. Rund 450 Euro wurden für die Kräutersträuße und damit für Vuwawa gespendet.

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